Veröffentlichungen
Eilmus S.,
Rösch C., Bothe H.: Prokaryotic life in a potash-polluted marsh with
emphasis on N-metabolizing microorganisms. Environ Pollut. 2006 Sep 13
Rösch C., Eilmus S.
und Bothe H.: Approaches to assess the biodiversity of bacteria in
natural habitats. Biochem. Soc. Transactions. 2006; 34(pt 1): 169-173.
Eilmus S., 2000. Nachtpfauenaugen. Datz, 9/2000, 53. Jahrgang, S. 28 - 32
Eilmus S.: Exotische Insekten und andere Wirbellose im
Terrarium. atinfo - Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde,
Umwelt- und Naturschutz. ISSN 1021-2221, 1/2007, S. 1
Eilmus S.: Exotische Insekten und andere Wirbellose im Terrarium. atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 1/2007
Eilmus S.: Haltung und Zucht ostafrikanischer Höhlengrillen der Gattung Phaeophilacris. atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 1/2007, S. 15
Eilmus S.: Sichere Handhabung von Stab-und Gespenstschrecken. atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 5/2007
Eilmus S.: Die Riesen-Dornengespenstschrecke Eurycantha calcarata (Lucas 1869). atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 8-9/2007, S. 109-110
Eilmus S.: Die australische Riesenstabschrecke Eurycnema goliath (GRAY) - ein schwieriger Pflegling? atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 12/2007, S. 171-172
Eilmus S.: Haltung und Zucht des Kongorosenkäfers Pachnoda marginata peregrina. atinfo -
Österreichs Monatsmagazin für Vivarienkunde, Umwelt- und Naturschutz.
ISSN 1021-2221, 12/2007, S. 172
Eilmus S.: Bemerkungen
zur Regeneration eines Beines anstelle einer Antenne bei Phasmiden.
ARTHROPODA Zeitschrift der ZAG 16(1) März 2008;S. 83
Eilmus S.: Beobachtungen
zur Biologie einiger Vertreter der
Phasmatodea aus Süd-México (Oaxaca und Veracruz) (Phasmatodea).
Entomologische Zeitschrift, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgard. ISSN
0013-8843 118(2)2008
Eilmus S.: Pseudomyrmex salvini
(Forel, 1899) – Bemerkungen zur Biologie und Haltung einer kaum
bekannten mesoamerikanischen Knotenameise (Pseudomyrmecinae).
Arthropoda.16(3), 2008, S.34-37.
Eilmus S.: Reisebericht México: Oaxaca und Veracruz. Arthropoda.
Eilmus S.: Futterpflanzen der Phasmiden. Arthropoda.
González-Teuber M, Eilmus S, Muck A, Svatos A, Heil M. Pathogenesis-related proteins protect extrafloral nectar from microbial infestation. Plant J. 2009 May;58(3):464-73. Epub 2009 Jan 8. PubMed PMID: 19143997.
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Eilmus S, Heil M. Bacterial associates of arboreal ants and their putative functions in an obligate ant-plant mutualism. Appl Environ Microbiol. 2009 Jul;75(13):4324-32. Epub 2009 May 15. PubMed PMID: 19447959; PubMed Central PMCID: PMC2704814.
Zusammenfassung
und Kommentar zum Artikel "Faunistik als Zukunftswissenschaft" von
Herrn Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer in der aktuellen "Entomologischen
Zeitschrift", Band 117, Februar 2007
Anlässlich des Abschlusses des zehn Bände umfassenden Werkes
"Die Schmetterlinge Baden-Württembergs" sprach am 21. Sep. 2005 Herr Prof. Dr.
B. Klausnitzer zum Thema "Faunistik als Zukunftswissenschaft" sicherlich vielen
Zuhörern aus der Seele und es ist gut und richtig nun eine Kurzfassung in der
Entomologischen Zeitschrift (EZ) zu lesen. Denn die Zukunft der Faunistik in
öffentlich wissenschaftlicher wie privater bzw. im Verein organisierter
Hinsicht bedarf unbedingt der Diskussion.
Die Bedeutung der Faunistik für die biologische bzw. zoologische Grundlagenforschung ist nach wie vor von enormer Bedeutung. Nur sie widmet sich dem modernen Schlagwort der Biowissenschaften, Ökologie und des Umweltschutzes erschöpfend: Die Biodiversität. Faunistik, also die detaillierte Artenkenntnis, stellt mit dem Wissen um Systematik, Taxonomie, Verbreitung, Lebensweise, Umweltansprüche und auch Gefährdungsstatus das Fundament der Biologie. Doch der Bedeutung dieser Disziplin wird und wurde in den letzten 30 Jahren nicht hinreichend Rechnung getragen. Faunistik - insbesondere die Entomologie - verschwinden zunehmend aus den wissenschaftlichen Institutionen, den Universitäten und Museen. Sie wird sogar aus dem Lehrplan zahlreicher Universitäten praktisch vollkommen gestrichen und ist auch an den Schulen massiv auf dem Rückzug. An der Altersstruktur entomologischer Vereine wird dies deutlich: Es fehlt an Jugend. Dafür verlagerte und verlagert sich die Faunistik nach wie vor zunehmend in den privaten Bereich interessie
rter Laien. Freizeitentomologen
stellen heute einen beachtlichen Teil der faunistischen Forschung, doch wo
bleibt der wissenschaftliche Beistand? Wer überwacht die wissenschaftliche
Qualität ihrer Arbeit und der resultierenden Veröffentlichungen? Und wer leitet
zum professionellen wissenschaftlichen Arbeiten an? Zudem werden nur wenige
große Gruppen, wie Schmetterlinge und Käfer gut erfasst. Doch wer kümmert sich
um die "Stiefkinder" der Entomologie?In der Öffentlichkeit und sogar in den wissenschaftlichen Kreisen hat sich eine Missachtung, ein negatives Ansehen gegenüber der Faunistik breit gemacht. Studenten bekommen weder einen Anreiz noch eine Chance sich an deutschen Universitäten intensiv mit "faunistischer" Entomologie zu befassen. Eine wissenschaftliche Karriere auf diesem Gebiet aufzubauen, ist ungleich schwieriger als im molekularbiologischem Bereich. Publikationen in diesem Bereich zählen einfach nicht so viel wie in der Molekularbiologie, obwohl ebenso anspruchsvoll und werden von den großen Printmedien praktisch nicht mehr berücksichtigt. Und von der nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit werden Entomologen oftmals als Insektenmörder abgestempelt. Eine öffentliche Meinung, die sich auch durch die Naturschutzgesetzgebung auf entomologische Freizeitforschung auswirkt - eine Gesetzgebung, die nach wie vor nicht zwischen der Entnahme eines Adlers und eines Schmetterlings aus der Natur unterscheidet und damit praxis- und wissenschaftsfern ist. Dabei ist an einer privaten Insektensammlung nichts Suspektes und sie gefährdet schon gar keine Arten in ihrem Bestand. Dafür weisen genau diese Hobbyentomologen durch ihre Fachkenntnis und Erfahrung auf Gefahren für die Insektendiversität hin und konnten so schon in vielen Beispielen Populationen von dem Aussterben retten (z. B. Mosel-Apollo).
Was ist nun mit der Faunistik als Zukunftswissenschaft? "Alle reden von Biodiversität, wir erforschen sie". Wenn wir weiterhin den faunistischen Sektor an der Universitäten absägen und es den Laienentomologen schwer machen, wird es unmöglich werden, dem Übereinkommen über die Erforschung und den Erhalt der biologischen Vielfalt gemäß der Konferenz von Rio und der nationalen "Biodiversitätsstrategie" Deutschlands gerecht zu werden. Soweit zur Zusammenfassung des Artikels von Herrn Prof. Dr. Bernhard Klausnitzer.
Welche Lösungsansätze bieten sich uns nun? Es ist natürlich einfach Mittel und Stellen für entsprechende Bildung und Forschungsvorhaben an den Universitäten, Museen und anderen wissenschaftlichen Institutionen einzufordern. Nur wird dieser Forderung nicht entsprochen werden, wenn das Bewusstsein in der allgemeinen Öffentlichkeit wie auch bei den Kollegen der anderen Fachgebiete der Biowissenschaften sich nicht ändert d. h. die Notwendigkeit der Forschung nicht erkannt wird. Da kann der Tag der Artenvielfalt auch nicht drüber hinwegtäuschen. Was fehlt, ist die Präsens der Entomologie und verwandter Disziplinen in den Medien d. h. Printmedien und Onlinedatenbanken bzw. -zeitschriften. Derzeit ist die entomologische Literatur heillos zersplittert. Viele kleine lokale Gruppen geben Vereinszeitschriften heraus, deren Artikel ohne Mitgliedschaft nur mühsam erhältlich sind. Doch auch der "Entomologischen Zeitschrift" geht es nicht besser. Sie sollte doch eigentlich einen zentralen Platz in der deutschen oder besser europäischen entomologischen Literatur einnehmen. Doch das Heft ist dünn geworden und ohne Abbo kommt man an die Artikel kaum heran. Die Artikel sind meist nur auf deutsch mit nur kurzem engl. Abstract. Internationalität ade! Eine ernst zu nehmende Internetpräsens (wie z. B.: http://www.royensoc.co.uk/) fehlt der EZ völlig. Artikel als PDF herunterladen ist unmöglich. Im derzeitigen Format ist die EZ bedeutungslos, eine Veröffentlichung in ihr für einen Autor uninteressant weil nicht wahrnehmbar und ob sie die nächsten Jahre überlebt werden, wage ich zu bezweifeln. Und ja, auch ich lasse nach vielen Jahren das Abbo dieses Jahr 2007 auslaufen. Es fehlt eine angemessene und zeitgemäße Plattform der vielen deutschen und europäischen wie internationalen Interessensgruppen für wissenschaftliche, entomofaunistische Veröffentlichungen. Schaffen sich die Faunisten doch selbst ein Medium für Ihre Arbeit und machen sie sich unabhängig von Zeitschriften, die an diesen Arbeiten kein Interesse mehr zeigen. Und eine Plattform sollte heutzutage keine gedruckte Zeitschrift sein, sondern eine entsprechende Präsentation im Internet, die thematisch (Taxa) gegliedert ist, die den Autoren erlaubt, ihre Forschungsergebnisse zügig (nach Review) zu veröffentlichen und den Lesern einen uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel als PDF erlaubt. Eine interaktive Onlinebibliothek wie sie z. B. von Nature (http://www.nature.com/nature/index.html) unlängst verwirklicht ist. Ja, so sieht die Zukunft einer Vernetzten und dadurch erleichterten Faunistik aus, die zudem auch für jungen Entomologen viel ansprechender und zugänglicher wäre. Solch eine Plattform würde nur ein wenig des ehrenamtlichen und finanziellen Engagements erfordern, der derzeit in den Druck der vielen kleinen Vereinszeitschriften gesteckt wird. Gleichzeitig würde sie die lokalen Gruppen nicht überflüssig machen, sondern durch erhöhten Informationsfluss und Präsens in einem großen Forum stärken.
B. Klausnitzer 2007. Faunistik als Zukunftswissenschaft. Entomologischen Zeitschrift, Band 117, Februar 2007, S.3-6
Sascha Eilmus
Universität Duisburg-Essen
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