Blattodea - Schaben
Haltung exotischer Schaben (Blattodea)
1) Gromphadorhina portentosa (Madagassische Fauchschabe;
Madagaskar) BCG-Nr. 12a; Ovovivipare (spezielle Form der Viviparie) und
pflegeleichte Art.
2) Blaberus giganteus Riesen-Totenkopfschabe
Ovovivipare (spezielle Form der Viviparie) und pflegeleichte Art.
3) Blaberus colosseus (Riesen-Totenkopfschabe) BCG-Nr. 78
Große, ovovivipare (spezielle Form der Viviparie) und pflegeleichte Art.
4) Eublaberus distanti (Orange-Kopf-, Maulwurfschabe;
Südamerika) BCG-Nr. 50
Ovovivipare (spezielle Form der Viviparie), pflegeleichte Art und lebt
überwiegend im Substrat vergraben.
5) Eublaberus posticus BCG-Nr. 22
Ovovivipare (spezielle Form der Viviparie), pflegeleichte Art und lebt
überwiegend im Substrat vergraben.
6) Ergaula capucina (Fledermausschabe) BCG-Nr. 49
Diese Art produziert Eipakete (Oothek) und lebt überwiegend im Substrat
vergraben.
7) Therea petiveriana (Gefleckte Wüstenschabe; Indien) BCG-Nr. 77
Diese
hübsche Art produziert Eipakete (Oothek) und lebt als Nymphe überwiegend im
Substrat vergraben. Das Abwehrsekret der Imagines wurde wissenschaftlich
untersucht: Farine et al. Defensive
secretion of Therea petiveriana:
Chemical identification and evidence of an alarm function. Journal of
Chemical Ecology, Vol. 28, No.8, 2002
8) Archimandrita tesselata ("peppered roach")
BCG-Nr. 23
Große, ovovivipare (spezielle Form der Viviparie) und pflegeleichte Art.
Haltung:
Für die erfolgreiche und sichere Haltung und Zucht von Schaben sind dicht schließende
Klein-Terrarien notwendig. Für Arten, die nicht glatte Flächen erklimmen können
(2,3,4,5,8), eignen sich auch Plastik-Boxen. Die Terrarien oder Zuchtboxen
sollten 5 cm (bei 4, 5, 6 und 8 20 cm) hoch mit leicht feuchter Terrarienerde
oder besser Buchenwaldstreu gefüllt sein. Als Versteckmöglichkeiten dienen
Korkborkenstücke oder Eierschachteln. Weißfaules Eichen- und Buchenholz kann
bei einigen Arten (6,7) zusätzlich auch
als Futter dienen. Bei den meisten Schaben sind Haltungstemperaturen zwischen
25 bis 30°C (z. B. durch Heizmatten, dann auf Bodenfeuchte achten!) anzustreben.
Verschiedene Arten (1,6,7) sind in der Lage auch sehr glatte Flächen spielend
zu erklimmen. Der obere innere Rand der Zuchtbecken kann daher 3 bis 4 cm breit
mit Fett (z. B. Vaseline) bestrichen sein, um ein Entweichen der Tiere beim
Handtieren im Behälter zu vermeiden. Unter diesen Bedingungen vermehren sich
die oben aufgeführten Arten von selbst. Auch ist es möglich Larven aller Stadien
und Imagines zusammen zu halten. Werden die Bestandsdichten kritisch (spätestens
erkennbar an vielen toten oder verkümmerten Tieren) sollte der bestand einer
Zuchtbox auf zwei Boxen plus 50 % frisches Substrat verteilt werden. Für den Zuchtstart
sollte man die Zuchtansätze (ZA) nie zu klein wählen - also besser nicht unter
20 Tiere.
Ernährung:
Als Grundfutter eignet sich neben dem Laubwaldstreu mit weißfaulem Holz noch
Hunde-Trockenfutter oder Fisch-Flockenfutter. Ferner können geschälte und klein
geschnittene Bananen, Äpfel, Möhren, Kartoffeln und Gurken angeboten
werden. Besonders Fauchschaben fressen auch gerne Laub von Rosengewächsen,
Eiche und Hasel.
Links:
Blattodea Culture Group: www.bcg-online.com
Kontakt